2010
Im Rahmen des Landesprojektes Pro Kind Sachsen ist eine Fotoausstellung mit dem Titel „Frühe Hilfen bieten Perspektiven – Pro Kind in Sachsen“ entstanden. Am 08.06.2010 wurde die Ausstellung durch Frau Staatsministerin Christine Clauß im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz in Dresden eröffnet.
In ihrem Grußwort zur Eröffnung sagte Frau Staatsministerin Clauß: " Mit den Bildern der Fotoausstellung ist ein sehr einfühlsamer Blick auf die Teilnehmerinnen des Programms 'Pro Kind' und ihre Familien gelungen. Dabei erfahren wir einiges von der Zuversicht und der Motivation, mit denen die Familien ihre Zukunft gestalten wollen."
Grußwort der Frau Staatsministerin Clauß
Die Ausstellung gibt Einblicke, wie Eltern in schwierigen Lebenslagen mit beeindruckender Stärke und Zuversicht die Betreuung ihres Kindes meistern und wie Frühe Hilfen diese Kinder und Familien schützen und stärken – damit Elternschaft von Anfang an gelingt.

- Gespräch von Frau Kraushaar und Frau Pohl (Abt. Jugend und Soziale Integration des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz) mit Teilnehmerinnen des Landesprojektes Pro Kind

- Eröffnung der Fotoausstellung durch Frau Staatsministerin Christine Clauß und Frau Kraushaar

- Projektleiterin Pro Kind Sachsen Margot Refle präsentiert die Fotoausstellung im Beisein von Frau Staatsministerin Christine Clauß

- Mitarbeiter des Felsenweginstitutes und Pro Kind Familienbegleiterinnen

- Frau Staatsministerin Christine Clauß mit einigen Teilnehmerinnen der Fotoausstellung und ihren Angehörigen

- Frau Staatsministerin Christine Clauß mit dem Pro Kind Team und Familienbegleiterinnen
Zusammenfassender Bericht zum Projekt Pro Kind Sachsen
Nach zwei Jahren Aufnahmephase sind alle Plätze im Projekt Pro Kind Sachsen vergeben, so dass die Aufnahmephase in das Projekt im Dezember 2009 abgeschlossen werden konnte. Momentan können keine weiteren Frauen in das Projekt aufgenommen werden.
Insgesamt wurden 250 Teilnehmerinnen aus Dresden, Leipzig, dem Landkreis Leipzig, dem Vogtlandkreis und dem Dresdner Umland in das Projekt aufgenommen. Damit wurden nicht nur die Zielzahlen für Sachsen erreicht, es konnten sogar Ausfälle von Projektteilnehmerinnen ausgeglichen werden.
Die angestrebte Zielgruppe von multipel risikobelasteten Schwangeren wurde erreicht. Im Durchschnitt liegen bei den in das Projekt aufgenommenen Frauen sechs oder mehr Belastungsfaktoren vor. Nur 10% der Frauen waren vor der Aufnahme in das Projekt Leistungsempfänger des Jugendhilfesystems.
Pro Kind ist es damit gelungen, erstgebärende Schwangere in schwierigen Lebenslagen zu einem frühen Zeitpunkt in der Schwangerschaft mit einem Frühpräventionsangebot zu erreichen.
Mit einem Anteil von 60% wurden über die Hälfte der Teilnehmerinnen durch Multiplikatoren aus verschiedenen Berufgruppen in das Projekt Pro Kind Sachsen vermittelt.
Aus der Erfahrung der letzten beiden Jahre wissen wir, dass ein großer Teil der Schwangeren diese Unterstützung benötigt hat, um im Projekt anzukommen. Viele hätten ohne Unterstützung der Multiplikatoren den Weg zu Pro Kind nicht von allein gefunden. Auch die Frauen, die sich von allein bei uns gemeldet haben sind zum größten Teil informiert und beraten worden. Das verdeutlicht, wie wichtig die Vernetzung der unterschiedlichen beruflichen Professionen für die Frühen Hilfen und eine wirksame Sicherung des Kindeswohls ist. Diesen Einsatz und diese Unterstützung wissen wir sehr zu schätzen.
Eine ausführliche Beschreibung des aktuellen Standes des Projektes Pro Kind finden Sie im Newsletter 01/2010 des Netzwerkes für Kinderschutz Sachsen.

- Anzahl der Teilnehmerinnen nach Modellstandort und Projektstandort

- Vermittlungswege ins Projekt